Wir lassen uns nicht einschüchtern! Gegen eine Vereinnahmung der Psychotherapie von rechts

Wir, das Netzwerk Kritische Psychotherapie Köln/Bonn, bemühen uns um die Berücksichtigung gesellschaftlicher Verhältnisse in Psychotherapie und Beratung. Womit wir nicht einverstanden sind, ist die Vereinnahmung der Psychotherapie von rechts. Zuletzt haben wir uns daher in Form einer ausführlichen Analyse mit dem Sammelband „Kritische Psychotherapie – Interdisziplinäre Analysen einer leidenden Gesellschaft“ auseinandergesetzt, dem wir in zahlreichen Beiträgen die Verwendung rechtsextremer, vor allem antisemitischer und antifeministischer Denkfiguren nachweisen konnten. Das Spektrum reicht von der Nutzung einschlägiger Verschwörungstheorien („New World Order“, „deep state“, „Globalisten“) bis hin zur Behauptung eines „Genderismus“, der als „politisch totalitäre Ideologie“ bezeichnet wird.

Unsere ausführliche Analyse ist hier nachzulesen: https://kritische-psychotherapie.de/kritik-von-rechtsaussen/

Aktuell hat der Hogrefe Verlag den Vertrieb des Buches eingestellt.

Infolge unserer Veröffentlichung geht der Herausgeber des Sammelbandes nun juristisch gegen uns vor, um uns zur Rücknahme unserer Analyse zu zwingen. Er behauptet, unsere Einschätzung sei nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt. Wir haben uns entschieden, uns gegen diesen Angriff juristisch zur Wehr zu setzen, wodurch uns erhebliche Kosten entstanden sind und weiter entstehen könnten. Damit wir nicht allein auf diesen Kosten sitzen bleiben, hoffen wir auf eure/Ihre Solidarität und freuen uns über Spenden. Das Spendenziel setzen wir bei 4000 Euro an, wobei mit 1800 Euro unserer bisherigen Anwaltskosten gedeckt wären.

Spendenstand am 29.6.2022: 561,53 €

Bitte überweist eure Spenden unter Angabe des u.g. Verwendungszwecks (wichtig!) auf das folgende Konto der GLS-Bank:

Empfänger: Kritische Psychotherapie Köln/Bonn
IBAN: DE48430609677918887700
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck: ELINORNFWT48

Sollten wir mehr Spenden erhalten als wir aktuell benötigen, um die ersten Kosten zu decken, werden wir diese verwenden, um ggf. die juristische Auseinandersetzung fortzuführen. Sollte dies nicht notwendig sein, verpflichten wir uns, alle zusätzlichen Gelder im Sinne unserer sonstigen Arbeit etwa für die Organisation von Veranstaltungen einzusetzen.

Wir danken schon jetzt allen, die uns unterstützen, sei es durch eine Spende oder die Weiterverbreitung dieses Aufrufs!

Netzwerk Kritische Psychotherapie Köln/Bonn