Inwiefern sollte psychisches Leiden ‚behandelt‘ werden?

11. Mai 2021, 19:00 Uhr

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Boris Friele

Link zum Livestream: www.youtube.com/watch?v=D4NKHRjU9SM

Psychotherapie ist eine anerkannte Form der Behandlung seelischen Leidens, die im Gesundheitssystem unserer Gesellschaft weithin präsent und stabil institutionalisiert ist. Es gibt zahlreiche therapeutische Schulen, störungsspezifische Behandlungskonzepte und umfassende Forschung etwa zur Wirksamkeit einzelner Ansätze. Über fachliche Kontroversen hinaus lässt sich auch grundsätzliche Kritik in Bezug auf „Psychotherapie“ und ihre Funktion in unserer Gesellschaft formulieren. In dem Vortrag soll nach einer Klärung dessen, was unter „Psychotherapie“ verstanden wird und wie das Feld gegenwärtig konturiert ist, solch grundsätzliche Kritik mit Bezug auf Begriffe wie „Therapeutisierung“ oder „Personalisierung“ zur Sprache gebracht werden.

Zur Person: Prof. Dr. Boris Friele war als Psychologe und Therapeut viele Jahre in der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten aktiv. Seit 2017 lehrt er als Professor für Soziale Arbeit an einer privaten Hochschule in Berlin.